Insect-o-lectic

„Insect-o-lectic“ ist eine Produktion von OAKLEAF Streetshow und wurde für drei Performer*innen entwickelt. Das Hauptelement ist die Bodypercussion in Kombination mit Stelzenperformance und Kostümtanz. Besonders an diesem Format ist die elektronisch gestützte Aktivierung von Soundsamples. In dem Kostüm angebrachte Sensoren lösen bei Druck spezielle Sounds aus, die in dem Programm MPC hinterlegt sind. Durch diese Möglichkeit können eingeübte Rhythmen und Stücke live performt werden und bieten eine unendliche Kombinatorik an verschiedenen Klängen. Außerdem können sich die Performer*innen autonom bewegen, da mit Sendestrecken und portablen, selbst gestalteten Lautsprecherboxen pro performende Person, gearbeitet wird. Zuschauende haben dadurch die Möglichkeit, den direkten Zusammenhang von Bewegung der performenden Person und erklingendem Soundeffekt zu erkennen und herzustellen. Die Performance findet am Platz und in der Fortbewegung statt, dabei agieren zwei Personen auf Stelzen und eine dritte auf dem Boden.

Für den ersten Eindruck
Ein Zusammenschnitt aus dem Probenprozess:

In dem Projekt „Insect-o-lectic“ möchten wir uns inhaltlich mit dem Thema des Insektensterbens auseinandersetzten. In einem interaktiven, musikalischen Walk-Act möchten wir die Zuschauer*innen aufrütteln, zum Mitmachen und zur Auseinandersetzung aktivieren und vor allem in eine gemeinsame, lustige und zwanglose Aktion einladen. Unsere Bühne ist der öffentliche Raum, Parks, Straßen, da wo Feste veranstaltet werden, wo sich Menschen zusammenfinden. Dadurch lassen sich ganz unterschiedliche Menschen erreichen.

Alle Kostüme sind aus recyceltem Material gefertigt.

Das Format „Insect-o-lectic“ ist vom Konzept und der Technik neuartig und eine Innovation für die Straßenperformance Szene. Das musikalische Hauptelement wird bereits so überraschend und agil an die Leute gebracht. Die Bodypercussion spielt mit den Hörgewohnheiten der Zuschauer*innen, bedient sie, z.B. durch bekannte Sambaklänge, und kontrastiert sie im nächsten Moment mit elektronischen Effekten oder Insektensounds. Klänge, die keiner erwartet hätte schaffen Überraschungs- und Irritationsmomente, fordern die Menschen heraus aus ihren bekannten Gewohnheiten und Annahmen. 

Die bereits bestehende Grundlage des Projekts birgt viel Potential für zukünftige Weiterentwicklungen. Dabei bestehen bereits technische und performative Ideen, um weitere Elemente wie Gesang, Sprache, E-Geige oder eine Loopstation einzusetzen. Außerdem können Sound und Texte jederzeit an aktuelle Themen und Kontexte angepasst werden, sodass das Format flexibel und nachhaltig performt werden kann.

Auftritts-Termine 2022:

  • 03. September 2022, Hannover, internationaler Feuerwerkswettbewerb